Smallsword Techniques

In the autumn of 2011 we started our class with an introduction to classical foil fencing. Until April 2012 we learned the fundamental fencing techniques: leg work drills, thrusts, parries and their ripostes, simple feints. Our smallswords arrived after the Easter Holiday break. Since then we have been concentrating on smallsword fencing, building on top of the foil fencing skills acquired so far. This is a brief summary of the techniques we have covered.

The thrusts

The two main thrusts or coups of smallsword fencing are the thrust in tierce and the thrust in quarte. All other thrusts in smallsword fencing are derived from these two:

  • the thrust in seconde in the low line with hand in pronation
  • the low quarte thrust (or quarte coupée thrust)
  • the flanconnade („quarte flanconnade“ or „quarte revers“)
  • the quinte or octave thrust in the low outside line with hand in supination
  • and the thrust in quarte over the arm.

Every thrust should be delivered directly (coup droit), along the blade fort-to-feeble, with a disengagement, with an appell, with a beat or a combination thereof.

The parries

„Each thrust has its parry“ („chaque botte a sa parade“) as Angelo puts it:

  • The quarte against thrusts into the high inside line
  • The tierce parry against thrusts into the high outside line
  • Seconde parry against thrusts into the low lines
  • The half-circle (high septime) parry against thrusts into both the high and low inside lines.

Beside the simple parries there also exist the counter-disengages and the counter-parries, of which we have covered the counter-in-quarte (the most useful one) and the counter-in-tierce.

Parries we have only superficially covered are the quarte over the arm and the prime.

Prime Parry

Parry of Prime (Angelo). Note the stepping out of the line on the parry.

Parry of Prime

Parry of Prime with opposition of the left hand (Girard)

All parries are used both to deflect the opponent’s blade and to secure the opponent’s sword after hitting him with a thrust.

The ripostes

„Each parry has its riposte“ as Angelo says („chaque parade a sa riposte“):

  • the return in tierce or second after the tierce parry
  • the return in quarte inside (with/without opposition of the left hand) after the quarte parry
  • the flanconnade as return after the quarte parry
  • the return in seconde after the seconde parry
  • the return in quarte inside with opposition of the left hand after the half-circle parry

We have also looked into the concept of the „indirect riposte“ (a more modern term), the  quarte coupée to avoid the quarte parry as a counter to our riposte in particular.

Riposte after quarte parry

The return after the quarte parry opposing the left hand (Girard)

The Feints and half-thrusts (demi-bottes)

  • feint quarte inside to push quarte over the arm
  • feint tierce or quarte over the arm to push quarte inside
  • feint to the head in tierce to push seconde
  • feint inside to push quinte on the half-circle parry
  • feint quarte inside to push low quarte on the quarte parry
Feint to the head

Feint to the head…

Feint to the head - push seconde

… to thrust seconde on the enemy’s parry of tierce (Girard)

Crossing and binding

There are two crossings that we have covered:

  • tierce to half-circle („inside flanconnade“)
  • quarte to seconde („seconde flanconnade“).

The latter we have applied as a means to disarm the opponent, in particular after a quarte parry. If the crossing fails to disarm the opponent it at least creates an opening wide enough to push a safe seconde.

Both crossings are very useful to gain the opponent’s sword if he eludes our engagement by disengaging. The crossings are especially effective when preceded by a counter-disengage. Example: We try to engage the opponent’s sword in quarte. On the opponent’s disengagement we quickly counter-disengage and cross his sword, thus gaining it in seconde.

The fundamental concepts

Among the fundamental concepts of fencing that we have covered are

  • engagements and disengagements
  • time
  • measure

Other techniques we rotate into our training schedule more or less regularly:

  • the pass, the predecessor of our modern fleche
  • volting, later called „inquartata“ or „quarting“.
  • cuts over the point (as opposed to the cuts under the wrist, e.g. the quarte coupée)
  • disarms involving seizing the opponent’s sword
  • time thrusts
  • reprises
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Quarte Coupée

Einführung

Der coup de quarte coupé dessous les armes, oder kurz quarte coupée, ist einer der Grundstöße der französischen Hofdegenschule. In der klassischen Florettschule taucht er meines Wissens nicht mehr auf. Er ist daher eine Eigenart des Hofdegens. Die Quarte Coupée wird in die untere äußere Linie (die Flanke) gesetzt. Die Hand ist dabei in Supination. Opposition ist nach rechts. Dieser Artikel fasst das Wichtigste zu Ausführung und Anwendung zusammen.

Coupé ist nicht gleich Coupé…

Es gibt zwei Arten von Coupés, die man nicht verwechseln sollte:

  • Die coupés sur la pointe, also die Coupés über die Spitze (engl. cuts over the point).
  • Die coupés dessous les armes, also die Coupés unter die Hand (engl. cuts under the wrist).

Meist ist Ersteres gemeint, wenn man umgangssprachlich von Coupé spricht. Bei der Quarte Coupée handelt es sich aber – wie der lange Name coup de quarte coupé dessous les armes schon andeutet – um ein Coupé unter die Hand.

Coupé über die Spitze (Girard)

Coupé über die Spitze (Girard)

Ausführung

Die Quarte Coupée wird gestoßen, wenn der Gegner in Quart liegt, sei es durch ein Quart­engagement oder eine -parade. Wenn uns der Gegner also in Quart bindet, senken wir die Spitze und wechseln unter der Hand hindurch zur Flanke. Die Hand ist dabei in Supination. Beim Stoßen treten wir etwa eine Fußlänge nach außen (also nach links) aus der Gefechtslinie, ohne dabei den Fuß zu verdrehen. Den Oberkörper beugen wir leicht nach vorne. Die Hand sollte beim Stoßen nicht zu sehr nach unten verlagert werden, damit der Kopf gedeckt bleibt. (Tipp: Beim Stoßen unter dem eigenen Arm hindurch zur Trefffläche schauen!) Unterarm und Waffe bilden einen stumpfen Winkel. Nach dem Stoß sichern wir die gegnerische Klinge in Terz und gehen zurück in die Fechtstellung. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte:

  • Gegner bindet in Quart oder pariert Quart
  • Spitze geht unter der Hand hindurch zur Flanke
  • Hand ist in Quart bzw. wird in Quart gedreht
  • Arm und Klinge bilden einen leichten Winkel
  • Oberkörper ist beim Stoß leicht nach vorn gebeugt, damit Kopf gedeckt ist.
  • Hand nicht zu tief!
  • Rechter Fuß tritt etwa eine Fußlänge nach außen (links) aus der Linie.
  • Absicherung: Terz
Quarte Coupée

Heraustreten aus der Linie bei der Quarte Coupée (Angelo)

Quarte over the arm

Zum Vergleich: Quarte über den Arm (Angelo)

Anwendung

In welchem taktischen Kontext können wir die Quarte Coupée anwenden? Der Gegner sollte in Quart liegen, also engagieren, parieren oder zum Stoß ansetzen. Dadurch ergeben sich u. a. folgende Situationen:

  • Der Gegner engagiert in Quart.
  • Der Gegner wechselt von Terz nach Quart.
  • Der Gegner stößt Quart innen.
  • Wir fintieren innen, um den Gegner zu einer Quartparade zu veranlassen.
  • Wir haben einen Quartstoß innen mit der Quart pariert. Der Gegner geht zurück in die Fechtstellung und sichert unsere Klinge dabei in Quart.

Quarte Coupée ins Quartengagement

Wir stehen in Terz- oder Quart über den Arm außerhalb der Mensur. Der Gegner engagiert in Quart und tritt dabei in die Mensur. Ins Tempo stoßen wir Quart Coupée, sichern die gegnerische Klinge in Terz, setzen einen Stoß in Seconde nach und gehen zurück in Fechtstellung. Sollte der Gegner nachstoßen, sichern wir mit der Halbkreisparade und brechen die Mensur.

Quarte Coupée beim Wechsel von Terz nach Quart

Wir engagieren die gegnerische Klinge in Terz und treten dabei in die Mensur. In dem Moment, in dem der Gegner nach Quart wechselt, stoßen wir Quart Coupée. Absicherung Terz, Nachstoß in Seconde wie oben.

Quarte Coupée gegen den Quartstoß innen

Der Gegner engagiert Quart und stößt Quart innen. Ins Tempo stoßen wir Quarte Coupée. Das Heraustreten aus der Linie, Opposition durch die rechte Hand und Vorbeugen des Oberkörpers zum Schutz des Kopfes sind in diesem Fall besonders wichtig! Der Ausfall kann recht knapp gehalten werden (maximal eine halbe Fußlänge), da uns der Gegner entgegen kommt.

Quarte Coupée mit Finte

Um eine Finte innen anzuzeigen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Wir engagieren Quart, stören den Gegner mit einem knappen Klingenschlag und deuten den Stoß in die Innenseite mit einem Appell an.
  2. Der Gegner hat uns in Terz engagiert, wir stören ihn mit einem knappen Kreisquartschlag und zeigen die Finte mit Appell an.
  3. Der Gegner versucht, uns in Terz zu binden. Ins Tempo wechseln wir in Quart und zeigen die Finte innen an.
  4. Wir engagieren in Quart. Der Gegner wechselt nach Terz. Ins Tempo wechseln wir und zeigen die Finte an.

Wir zeigen also die Finte mit einem Appell an. Der Gegner pariert in Quart. Wir wechseln in die Flanke und stoßen unser Quarte Coupée, sichern Terz, redoublieren in Seconde oder Terz und sichern mit der Halbkreisparade.

Indirekte Riposte nach der Quartparade

Der Gegner stößt Quart innen. Wir parieren mit Quart. Die Riposte deuten wir durch eine knappe Armstreckung an. Wenn der Gegner in die Fechtstellung zurückgeht und dabei unsere Klinge in Quart zu sichert, wechseln wir zur Flanke durch und stoßen unsere Quart Coupée. Absicherung und Nachstoß wie oben mehrfach erwähnt. Wichtig ist, nach der Quartparade bei der Riposte bewusst „ein Tempo zu verlieren“.  Auf diese Art und Weise lässt sich vermeiden, mit der Riposte immer auf der Quartparade des Gegners zu landen.

Quellenlage

Die Quarte Coupée taucht bei allen Autoren auf, von Liancour (1686) über L’Abbat (1696), Girard (1736), Olivier (1771) bis Angelo (1763).

Liancour beschreibt die Quarte Coupée als Aktion gegen Gegner, die unseren Stoß in die Innenseite in Quart mit der Stärke parieren.

Quarte Coupée (Liancour)

Coup coupé nach Liancour

L’Abbat schreibt, die quarte under the wrist solle nur gestoßen werden, wenn der Gegner

  • in Quart engagiert,
  • Quart pariert
  • oder Quart innen stößt.

Girard:  «Le coup de Quarte coupé dessous les Armes se fait de quatre manières»

  1. Aus Quartbindung, gerade Finte innen, Stoß
  2. Aus gegnerischer Terzbindung, Umgehungsfinte innen, Stoß
  3. Gegner wechselt aus Terz- in Quartbindung. Ins Tempo Stoß innen.
  4. Quart Coupée als Reprise nach einem Quartstoß: Nach einem Quartstoß, den der Gegner mit Quart pariert hat, im Aufstehen aus dem Ausfall sich von der Klinge lösen und Quarte Coupée stoßen.
Quarte Coupée (Girard)

Coup de Quarte coupé nach Girard

Angelo beschreibt eine Aktion Coulé de Quarte pour tirer Quarte Basse: Aus dem Terzengagement wird das Handgelenk des Gegners mit einem knappen Klingenschlag gestört, nach Quart gewechselt und ein Stoß zum Gesicht entlang der gegnerischen Klinge angedeutet. In die Quartparade des Gegners stoßen wir Quarte coupée.

Angelo und Girard unterscheiden nicht zwischen der Quarte Basse und der Quarte Coupée. Sie verwenden beide Begriffe synonym. Die Quarte Basse ist aber eher ein Quartstoß in die innere untere Linie mit Opposition nach links, während die Quarte Coupée in die äußere untere Linie zielt. Das sind aber akademische Feinheiten, die in der Praxis keine große Rolle spielen.

Auch die deutsche Schule in der Tradition Kreusslers, die eher auf der italienischen Rapierfechtschule des 17. Jahrhunderts basiert, aber auch durch die französische Schule beeinflusst wurde, kennt die Quarte Coupée. So beschreibt zum Beispiel Johann Adam Karl Roux („Deutsche Fechtkunst“, Jena, 1798) den Stoß unter dem Namen Quart koupée. Der einzige Unterschied zur französischen Schule: Roux lässt nicht aus der Linie treten, sondern mit der linken Hand die gegnerische Klinge nach oben absichern.